KSA Institut für Klinische Seelsorgeausbildung Heidelberg

Isenheimer Altar, Colmar

„Ein Altar im Krankenhaus“

Eine theologische Betrachtungsweise

Das müde gewordene Mittelalter verging, die jungen Kräfte der modernen Zeit kochten hoch. Politische, soziale religiöse Bewegungen und Kämpfe. Schon unter Kaiser Maximilian sprach man von Reformen, aber der Ehrgeiz und die Eigensucht der Fürsten ließ keine Reform und Veränderung zu. Die Volksmasse, die Bauern, die Kleinbürger waren unzufrieden. Belastet mit hohen Steuern, herrschende Ungerechtigkeit und Verschleppung juristischer Angelegenheiten verarmten die Menschen immer mehr. Weil sie kein Getreide mehr hatten, verarbeiteten sie auch das gefährliche „Mutterkorn“ und vergifteten sich dabei. Viele Kranke kamen zu den Antonitern in Unterlinden, ein Orden, der sich der in der Heilkunst verstand.

Matthias Grünewald malte den Altar für den Krankensaal und lebte in dieser Zeit mit den Erkrankten zusammen.

Wir fragen danach, welche Botschaft hat dieser Altar für eine Seelsorgekonzeption heute? Was zeigt uns Grünewald für die Raumgestaltung von Kapellen, Räumen der Stille, Abschiedsräumen in unseren Kliniken?

 

Termin: 10. Mai 2017 | 10.00 Uhr – 17.00 Uhr

 

Leitung:

Harald Stiller, KSA-Institut Heidelberg

Teilnahmegbühr:
55 € (inkl. Eintritt Museum Unterlinden Colmar)