KSA Institut für Klinische Seelsorgeausbildung Heidelberg

 

 „Nur, wenn wir uns an die Vergangenheit erinnern, haben wir die Kraft, die Zukunft zu gestalten.“ (Elie Wiesel)

Eine literarische Trilogie mit Texten von Elie Wiesel

 

In Erinnerung an den am 2. Juli 2016 verstorbenen rumänischen Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel wollen wir die Lektüretage in Form einer literarischen Trilogie gestalten.

Wiesels literarische und öffentliche Karriere lässt sich kaum als Erfolg beschreiben. Sein Ruhm gründet im eigenen Leid. Seine Familie, Juden aus Siebenbürgen, geriet 1944 in die Hände der Mörder aus Deutschland. Mutter und Schwester wurden in Auschwitz ermordet; der Vater starb in Buchenwald, der Sohn überlebte.

„Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung“, sagte der Rabbi Nachman von Bratzlaw vor zweihundert Jahren.

Im Psalm 103 werden wir aufgefordert den Herrn zu loben und nicht zu vergessen, was er uns Gutes getan hat. Gott weiß um unsere potentielle Vergesslichkeit.

Und es gibt eine absichtsvolle Vergesslichkeit.

In der Erinnerung geht es nicht darum, Vergangenheit zu bewältigen. Das kann man gar nicht. Sie lässt sich nicht nachträglich ändern und ungeschehen machen.

Es bedeutet vielmehr, dass wir weder im absichtsvollen Vergessen-Wollen noch im unbewussten Verdrängen unser Leben gewinnen, sondern in der Auseinandersetzung, in der Erinnerung an alle Erfahrungen, an die guten und die schweren. Darin liegt unsere Lebensquelle. Daran erkennen wir Gott.

 

Elie Wiesel ist ein Zeuge, Geschichtsschreiber, Ankläger, Mahner, Wegweiser und theologischer Lehrer.

 

Wir lesen aus drei verschiedenen Werken ausgewählte Texte.

 ·         Macht Gebete aus meinen Geschichten

·          Noah oder die Verwandlung der Angst

·          Die Nacht zu begraben Elischa

 

Elie Wiesel verwandelte seine Erinnerungen an die Schrecknisse der Lager in eine Botschaft der Menschlichkeit und des Festhaltens an Gott. Wir wollen uns mit seiner Botschaft und seiner Art des Festhaltens an Gott theologisch auseinandersetzen.

 

Termin:

Montag, 06. November 2017, 14. 00 h   bis

Mittwoch, 08. November 2017, 13. 00 h

 

Leitung:

Harald Stiller, Stefan von Rüden,

KSA-Institut Heidelberg

 

Teilnahmegbühr: 120 €

 

Übernachtung:    60 €

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf 8 Personen begrenzt.

 

 



 

 

 „Nur, wenn wir uns an die Vergangenheit erinnern, haben wir die Kraft, die Zukunft zu gestalten.“ (Elie Wiesel)

Eine literarische Trilogie mit Texten von Elie Wiesel

 

In Erinnerung an den am 2. Juli 2016 verstorbenen rumänischen Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel wollen wir die Lektüretage in Form einer literarischen Trilogie gestalten.

Wiesels literarische und öffentliche Karriere lässt sich kaum als Erfolg beschreiben. Sein Ruhm gründet im eigenen Leid. Seine Familie, Juden aus Siebenbürgen, geriet 1944 in die Hände der Mörder aus Deutschland. Mutter und Schwester wurden in Auschwitz ermordet; der Vater starb in Buchenwald, der Sohn überlebte.

„Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung“, sagte der Rabbi Nachman von Bratzlaw vor zweihundert Jahren.

Im Psalm 103 werden wir aufgefordert den Herrn zu loben und nicht zu vergessen, was er uns Gutes getan hat. Gott weiß um unsere potentielle Vergesslichkeit.

Und es gibt eine absichtsvolle Vergesslichkeit.

In der Erinnerung geht es nicht darum, Vergangenheit zu bewältigen. Das kann man gar nicht. Sie lässt sich nicht nachträglich ändern und ungeschehen machen.

Es bedeutet vielmehr, dass wir weder im absichtsvollen Vergessen-Wollen noch im unbewussten Verdrängen unser Leben gewinnen, sondern in der Auseinandersetzung, in der Erinnerung an alle Erfahrungen, an die guten und die schweren. Darin liegt unsere Lebensquelle. Daran erkennen wir Gott.

 

Elie Wiesel ist ein Zeuge, Geschichtsschreiber, Ankläger, Mahner, Wegweiser und theologischer Lehrer.

 

Wir lesen aus drei verschiedenen Werken ausgewählte Texte.

 ·         Macht Gebete aus meinen Geschichten

·          Noah oder die Verwandlung der Angst

·          Die Nacht zu begraben Elischa

 

Elie Wiesel verwandelte seine Erinnerungen an die Schrecknisse der Lager in eine Botschaft der Menschlichkeit und des Festhaltens an Gott. Wir wollen uns mit seiner Botschaft und seiner Art des Festhaltens an Gott theologisch auseinandersetzen.

 

Termin:

Montag, 06. November 2017, 14. 00 h   bis

Mittwoch, 08. November 2017, 13. 00 h

 

Leitung:

Harald Stiller, Stefan von Rüden,

KSA-Institut Heidelberg

 

Teilnahmegbühr: 120 €

 

Übernachtung:    60 €

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf 8 Personen begrenzt.