KSA Institut für Klinische Seelsorgeausbildung Heidelberg

 

Neuorientierungen in der Trauerbegleitung

Verbindung von Leib und Seele – Erfahrungen zwischen Diesseits und Jenseits

Die Einbeziehung medizinischer Forschung gibt dem Verständnis von Trauer neue Impulse. Neurobiologische Erkenntnisse zeigen, dass unser Leib vielfältige Schutzmöglichkeiten bereitstellt, Leben in der Krise nach schweren Verlusten zu bewahren. Andererseits machen seelische und oft auch leibliche Schmerzen immer wieder darauf aufmerksam, dass eine Bearbeitung des Verlustes notwendig ist. Dabei vollziehen sich Trauerprozesse in einem Spielraum von schmerzlicher Auseinandersetzung sowie Erholung und Neuorientierung.

Spiegelsysteme, die in der Zeit gemeinsamen Lebens entstanden sind, ermöglichen einen Dialog mit dem/der Verstorbenen über den Tod hinaus. Symbole und Rituale können dazu beitragen, übermäßige Emotionen zu regulieren und neue Bahnungen zu entwickeln. Trauernde stellen sich oft Räume vor, in denen verstorbene Angehörige aufgehoben sind.

Wir werden der Frage nachgehen, wie weit Erfahrungen zwischen Diesseits und Jenseits vereinbar sind mit dem christlichen Glauben, in dem die Auferstehung durch den Tod hindurch, Leben über den Tod hinaus wesentlich ist.

In dieser Fortbildung ist Raum und Zeit, je nach Bedürfnis eigene Erfahrungen in Trauer und Trauerbegleitung einzubringen und darüber zu sprechen.

Termin:

11. Oktober 2017, 10.00 h bis

12. Oktober 2017, 17.00 h

 

Leitung:

Sabine Kast-Streib | Kirchenrätin, Zentrum für Seelsorge, Heidelberg

Harald Stiller | Institut KSA Heidelberg

 

Referent:

Dr. Klaus Onnasch | Pastor im Ruhestand, Aus- und Fortbildung in Klinischer Seelsorge sowie Bibliodrama/Psychodrama; seit 1977 in der Trauerbegleitung tätig.

 

 

Kursgebühr: 200 €(Inkl. Übernachtung und Verpflegung)

 

Anmeldung

Zentrum für Seelsorge, Hauptstraße 240, 69117 Heidelberg

zfs@ekiba.de, Tel: 06221 543894