SpECi: Spiritual/Existential Care interprofessionell

Schulung für Seelsorgende und Mitarbeitende im Gesundheitswesen

In ihrem Total Health Concept hat die WHO einen ganzheitlichen Ansatz von Gesundheit definiert, indem die spirituelle Gesundheit der Menschen in der medizinischen, pflegenden und therapeutischen Versorgung Beachtung finden, egal welche Weltanschauung sie haben.
Dies bedeutet, dass alle Mitarbeitenden um ihre und die spirituelle Dimension von Patientinnen und Patienten wissen sollen und befähigt werden, die spirituellen Bedürfnisse wahrzunehmen und auf sie eingehen zu können. Spiritualität meint nicht eine bestimmte Religion oder Religionszugehörigkeit überhaupt, sondern die Offenheit eines Menschen für die Fragen nach dem Woher und Wohin, nach Sinn oder einem größerem Rahmen, in das das eigene Leben gehört.

SpECi wurde entwickelt, um Mitarbeitenden in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und anderen Einrichtungen die notwendige Befähigung im Umgang mit spirituellen Anliegen und Bedürfnissen zu ermöglichen. Der 40stündige Kurs ist weltanschauungsübergreifend und versteht sich als eine Grundausbildung, die nicht mit den seelsorglichen Fachkräften konkurriert, sondern eine Basis der spirituellen Wahrnehmung und Versorgung ermöglicht. Dies führt zu dem Verständnis, dass alle Mitarbeitenden im Gesundheitswesen für die eigene Spiritualität und die spirituelle Versorgung der Patientinnen und Patienten Verantwortung tragen und die Seelsorgerinnen und Seelsorger ihre besondere Fachkompetenz dabei im Team zur Geltung bringen.
Ein weiteres, wichtiges Ziel von SpECi ist, dass in den Organisationen ein umfassendes oder ganzheitliches Verständnis für Gesundheit und Krankheit, das in einem Spiritualität integrierendem Menschenbild wurzelt, entsteht.
Lerninhalte 
Modul 1:      Spiritualität – Zugänge und Klärungen Spiritualität bei Gesundheit und Krankheit
Modul 2:      Spirituelle Bedürfnisse und Spiritual Care – Kompetenzen
Modul 3:      Existentielle Belange wahrnehmen und erfassen
Modul 4:      Spirituelle und existenzielle Kommunikation in der alltäglichen Berufspraxis
Modul 5:      Spiritualität: Achtsamkeit mit Anvertrautem – Schnittflächen und Kontexte
Modul 6:      Ist die Seele im Lot? – Gelingende Kommunikation bei unlösbaren Fragen
Modul 7:      Verlust und Trauer begegnen
Modul 8:      Spirituelle Ressourcen und Kraftquellen: Was tröstet?
Modul 9:      Spirituelle Ressourcen und Kraftquellen: Was lässt hoffen?
Modul 10:   Hilfreiche Rituale
 
Literatur:
 
Arndt Büssing, Astrid Giebel, Traugott Roser (Hg.), Spiritual Care & Existential Care interprofessionellHandbuch spiritueller und existentieller Begleitung in der Gesundheitsversorgung 
(kostenloser pdf-download) 
Zielgruppe
Seelsorgerinnen und Seelsorger und alle Berufsgruppen des Gesundheitswesens: Pflegende, Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, u.a


Weitere Termine in 2026/2027
  1. Termin (ausgebucht)
02. – 03. Februar 2026 
Beginn: Montag, 9:30h
Ende: Dienstag, 17:00h
und
15. – 17. April 2026
Beginn: Mittwoch, 9:30h
Ende: Freitag, 17:00h
 
2. Termin
 
02. – 03. November 2026 
Beginn: Montag, 9:30h
Ende: Dienstag, 17:00h
und
27. – 29.  Januar 2027
Beginn: Mittwoch, 9:30h
Ende: Freitag, 17:00h
 
Leitung
Marianne Bevier Dipl. Theol. | Pastoralpsychologin | Lehrsupervisorin und Kursleiterin (DGfP/KSA) | Qualifizierende in Trauerbegleitung  (BVT) |
Dr. med. Ralf Gieser | Facharzt für Anästhesiologie | Intensivmedizin | Palliativmedizin
Ort
+punkt. Kirche INF 130
Im Neuenheimer Feld 130.2, Heidelberg
Kosten
Kursgebühr: 500 €
ohne Übernachtung